20.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Treten nicht den Roboterhund
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Intelligente Roboter könnten in der Zukunft die gleichen Rechte und Pflichten haben wie Menschen. Davon jedenfalls geht eine britische Studie aus.
Schlage nicht deine Tastatur, beschimpfe nicht deinen Computer sie können dich dafür verklagen. Noch nicht sofort, aber möglicherweise im Jahr 2056. Das legt eine gemeinsam verfasste Studie des britischen Beratungsunternehmens Outsight und der Marktfoscher von Ipos Mori, nahe. Danach werden in 50 Jahren Roboter ähnliche Rechte haben wie Menschen, also auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Wahlrecht. Folgerichtig bekommen sie auch die gleichen Pflichten, wie Steuern zu zahlen oder Militärdienst zu leisten.
Momentan mögen solche Vorstellungen noch seltsam anmuten, sind doch die Roboter der Gegenwart nur unbelebte Maschinen ohne Geist. Mit Forschritten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz könnte sich das aber ändern, schreiben die Autoren in ihrem Bericht. Dann müssten auch die Menschenrechte auf die Roboter ausgedehnt werden. Für Henrik Christensen, Direktor des Zentrums für Roboter und intelligente Maschinen am Georgia Institute of Technology in Atlanta, ist das keine Frage: «Wenn wir Roboter mit Bewusstsein bauen, dann wollen diese Rechte und sollten sie auch bekommen.»
Science-Fiction-Fans dürften die Ideen der Studie kaum überraschen. Der 1992 gestorbene amerikanische Autor Isaac Asimov hatte bereits 1942 in seiner Kurzgeschichte «Runaround» die «Drei Gesetze der Robotik» formuliert. Danach müssen Roboter menschlichen Befehlen gehorchen und ihre eigene Existenz schützen. Das oberste Gesetz jedoch ist, dass Roboter Menschen keinen Schaden zufügen dürfen. Die beiden anderen Gebote für die Maschinenwesen dürfen in keinem Fall mit diesem ersten und obersten kollidieren. Wie eine Welt, in der Roboter und Menschen zusammenleben, aussehen könnte, hat Asimov in anderen Büchern beschrieben.
Die Studie von Outsight und Ipos Mori war eine von über 200, die sich mit Visionen der Welt in 50 Jahren beschäftigen. Die Studien wurden gefördert von Großbritanniens oberstem Wissenschaftler, Sir David King. (nz)