netzeitung.deEbay schließt seine chinesische Seite

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Alibaba, Ebays größter Konkurrent in China (Foto: china.alibaba.com<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Alibaba, Ebays größter Konkurrent in China
Foto: china.alibaba.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer eigenen Seite hat Ebay in China kein Glück gehabt. Nun geht der Online-Auktionator Ebay ein Joint-Venture mit einem großen chinesischen Portal ein.

Das Online-Auktionshaus Ebay schließt seine eigene chinesische Site und geht ein Joint Venture mit dem in Peking ansässigen Portal Tom Online ein. Ebay wird 49 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen halten, und das obwohl das amerikanische Unternehmen mit 40 Millionen Dollar doppelt so viel Geld investiert wie der chinesische Partner, berichten US-Medien.

Ebay versucht seit 2002 auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Seinerzeit kaufte das Unternehmen für insgesamt 30 Millionen Dollar ein Drittel des chinesischen Online-Auktionators Eachnet, im Jahr darauf übernahm Ebay für weitere 150 Millionen Dollar Eachnet ganz. Im vergangenen Jahr investierte Ebay noch einmal 100 Millionen Dollar für Marketing in China. Dennoch ist die 2002 gemachte Vorhersage, dass Ebays Gewinne in China bis 2006 auf über 16 Milliarden Dollar steigen würden, nicht eingetroffen.

Tatsächlich gelang es den Amerikanern nicht, den Rückstand zu Chinas größtem Online-Versteigerer Taobao aufzuholen. Taobao gehört zu Alibaba, Chinas größtem E-Commerce-Unternehmen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmen Analysys betrug Tabaos Anteil am chinesischen Online-Auktionsmarkt im Jahr 2005 über 57, Ebays hingegen knapp über 30 Prozent.

Tom Online und Ebay haben bereits im vergangenen Jahr ein Joint Venture geschlossen, um den zu Ebay gehörenden VoIP-Dienst Skype in Fernost zu vermarkten. Tom Online gehört dem Hongkonger Milliardär und Unternehmer Li Kashing, der auf der Forbes-Liste der reichsten Männer der Welt steht. Li ist in vielen Bereichen tätig, darunter Immobilienhandel und Telekommunikation.

China ist derzeit einer der interessantesten Internet-Märkte. Nach Angaben des staatlichen China Internet Network Information Center (CNNIC) waren im Sommer 123 Millionen Chinesen online; ein halbes Jahr zuvor waren es zwölf Millionen weniger. Das CNNIC gibt zwei Mal im Jahr eine Nutzerstatistik heraus. (nz)