Strato filtert Bilder-Spam
14.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Um der Spamflut Herr zu werden haben die Partner einen Filter entwickelt, der die unerwünschten Mails über eine Art von digitalem Fingerabdruck erkennt, auch wenn sie nur aus einem Bild besteht. Während Spamfilter Textmails inzwischen rech gut identifizieren können, sind sie gegen den Bilder-Spam weitgehend machtlos. Die Filter untersuchten nur die Text-Bestandteile der Mails, könnten aber in Bildern enthaltenen Text nicht auswerten, sagt Tobias Scheffer, Professor an der Humboldt Universität.
Spammer erzeugen automatisiert Millionen von Variationen ihrer Bilderbotschaft. Die Bilde sehen auf dem Bildschirm zwar fast gleich aus, unterscheiden sich aber in Details. Um jedes einzelne Bild zu analysieren, wäre eine sehr hohe Rechenleistung erforderlich. Das Erkennen der Spam-Bilder mithilfe des Fingerprinting ist dagegen einfacher. Im Zusammenspiel mit weiteren Filtermodulen, die eine E-Mail durchläuft, verspricht Fingerprinting nach Anagebn von Strato eine deutlich höhere Erkennungsrate als herkömmliche Verfahren. Unter dem Projektnamen «ServerSide Security» entwickeln Strato und Scheffer bereits seit dm jahr 2005 an verschiedenen Methoden zur Spamabwehr.
«Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen mehr Zeit auf der Suche nach versehentlich aussortierten Nachrichten im Spam-Ordner verbringen als mit ihrem Posteingang», sagt Wienholtz. «Unsere Kunden können den Spam-Ordner dank des guten Filters getrost vergessen.» Auf mehrere gemeinsame Entwicklungen haben die Partner bereits Patente angemeldet. (nz/ Golem.de)

