Chinesische Behörden kontrollieren Computerspiele
13.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Junge Chinesen: Online-Spiele sind in Fernost sehr beliebt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Online-Spiele sind in China sehr beliebt. Der Regierung gefallen jedoch einige Inhalte nicht. Anbieter müssen deshalb nun regelmäßig Informationen über ihre Produkte vorlegen.
Die chinesischen Behörden haben angekündigt, importierte Online-Computerspiele in Zukunft strenger zu kontrollieren, berichtet die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. So müssen die Anbieter der Spiele sicherstellen, dass die Betreiber keine illegalen oder der Regierung nicht genehmen Inhalte hinzufügen können. Außerdem werden die Anbieter verpflichtet, monatlich genaue Informationen über die Spiele vorzulegen.
Zuvor hatte die für Presse und Veröffentlichungen zuständige Behörde in einigen Spielen «heikle religiöse Inhalte» sowie Anspielungen auf «territoriale Konflikte» ausgemacht. Amerikanische Medien spekulierten, es könne sich dabei um Anspielungen auf den Islam und auf den Konflikt mit Taiwan handeln.
Online-Spiele sind ein großer Markt in Fernost: Nach Angaben von Xinhua gibt es in China zur Zeit 23 Millionen Online-Gamer, die in diesem Jahr umgerechnet knapp 675 Millionen Euro für Ihr Hobby ausgegeben haben. Die Zahl der Spieler hat sich in den letzten drei Jahren fast verdoppelt.
Für viele Gamer hat ihre Spieleleidenschaft bereits Züge einer Sucht. Die Regierung hat deshalb in der Vergangenheit einige Auflagen erlassen, die vor allem Minderjährige schützen sollen. So lassen beispielsweise die Fähigkeiten einer Spielfigur nach mehreren Stunden so stark nach, dass das Weiterspielen keinen Spaß mehr macht. (nz)