11.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Laptop von Dell
Foto: Dell
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Computerkonzerne nehmen sich dem Problemfall Laptop-Akku an. Eine Arbeitsgruppe soll neue Sicherheitsstandards definieren - die Federführung hat dabei Sony.
Eine neu gegründete Arbeitsgruppe von internationalen Computer-Konzernen will sich mit der Sicherheit von Laptop-Akkus beschäftigen. Nach ihrem ersten Treffen hat das unter dem Namen Portable Computer Battery Working Group firmierende Gremium angekündigt, innerhalb eines Jahres neue Sicherheits- Richtlinien zu verabschieden.
Die Gruppe wurde gegründet, um die bisher geltenden Richtlinien des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), zu überarbeiten. Der Arbeitsgruppe gehören etwa 50 Mitglieder aus 30 Unternehmen an. Zur Vorsitzenden der Gruppe wurde Jean Baronas, Leiterin Technology Standards bei Sony, gewählt.
Kürzlich hatte Sony über acht Millionen fehlerhafte Laptop-Akkus zurückgerufen. Die Akkus, die unter anderem in Notebooks von Dell, Apple und Toshiba eingebaut sind, überhitzten und fingen zum Teil sogar Feuer. Analysten schätzen den Schaden für Sony auf bis zu 380 Millionen Euro. (nz)