11.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Das Streitobjekt: die Wiimote-Fernbedienung
Foto: Nintendo
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das amerikanische Unternehmen Interlink behauptet, Nintendo habe für die Fernsteuerung der Spielekonsole Wii ein Patent verletzt. Interlink will Schadenersatz.
Es sah ganz nach einer Erfolgsstory aus: Bereits nach wenigen Stunden war die «Wii», die neue Spielekonsole von Nintendo, ausverkauft. Besonders im Fokus: die innovative Fernsteuerung, Wiimote genannt. Diese droht jetzt Gegenstand eines Patentrechtsverfahren zu werden, wie die US-Site für Spiele kotaku.com meldet.
Das amerikanische Unternehmen Interlink behauptet demnach, es habe bereits im Februar 2005 ein Patent auf eine vergleichbare Fernsteuerung, «Trigger Operated electronic Device» (etwa: «mit einem Abzug bedientes elektronisches Gerät») genannt, erhalten.
Interlink hat deshalb vor einem Distriktgericht im US-Bundesstaat Delaware auf Schadenersatz geklagt. Kotaku hat die Klageschrift veröffentlicht. Die dort abgebildeten Konstruktionszeichnungen des «Trigger Operated electronic Device» sehen tatsächlich der Wiimote sehr ähnlich.
Die Wiimote-Steuerung nimmt die Bewegungen der Hand, die das Gerät hält, im Raum auf und überträgt sie per Infrarot auf die Konsole. Diese setzt die Bewegungen der Hand in Bewegungen des Mauszeigers aus dem Bildschirm um. (nz)