Holtzbrinck: StudiVZ-Gründer hat Fehler gemacht
07.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Es seien von Seiten des StudiVZ «signifikante Fehler» gemacht worden. Etwa, als der Gründer und Geschäftsführer des StudiVZ, Ehssan Dariani, Videos ins Netz gestellt habe, in denen er Frauen belästigt. Ebenso fiel Dariani mit einer Geburtstagseinladung auf, die öffentlich im Internet zugänglich im Stil des Nazi-Organs «Völkischer Beobachter» aufgemacht war.
Auch den Vorwurf, es könnten bei StudiVZ gezielt Daten gesammelt werden, unterstützt das Aufsichtsratsmitglied. «Ich kann die Kritik der Nutzer verstehen, was die Performanz der Plattform angeht», sagt er.
Allerdings: «Viele Userdaten sind frei zugänglich. Das liegt im Wesen der Social Networks.» Bei StudiVZ gebe es dennoch die angesprochenen Probleme. «Ziel ist, die Userdaten so sicher wie möglich zu schützen. Auch gegen Hackerangriffe, wie wir sie in den letzten Tagen gesehen haben.»
Trotz derzeitiger Kritik und Bedenken werde Holtzbrinck an seinem finanziellen Engagement festhalten, versicherte Weber. «Wir werden uns gemeinsam mit dem Team bemühen, den Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden. Es wurde viel erreicht, vielleicht zu schnell. StudiVZ wird als Plattform ständig schneller und sicherer. Wir glauben an die Gesellschaft und das Konzept.» (nz)
