netzeitung.deSoftware soll Mord voraussagen können

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Amerikanische Wissenschaftler haben ein System entwickelt, dass angeblich voraussagen kann, welcher Straftäter vermutlich einen Mord begehen wird. Basis dieser Voraussagen soll eine Datenbank von Bewährungsstraftätern sein.

Nachdem in den vergangenen Jahren die Anzahl der Verbrechen in der amerikanischen Stadt Philadelphia kontinuierlich gestiegen ist, hat es sich der Kriminologe Richard Berk zusammen mit drei Kollegen von der University of Philadelphia zur Aufgabe gemacht, die Verbrechungsbekämpfung in seiner Stadt zu unterstützen.

Er will der Bewährungsabteilung der Stadt eine Software liefern, die anhand vorhandener Daten über Straftäter Täterprofile erstellt, die voraussagen können, ob einer der auf Bewährung freigelassenen Straftäter der Stadt einen Mord begehen könnte.

Das «Computer –Modell für vorhersehbare Morde», wie es Berk nennt, soll der Behörde ab dem kommenden Jahr zur Verfügung stehen und es den Bewährungshelfern ermöglichen, die Voraussage etwaiger weiterer Verbrechen um das Vierzigfache zu verbessern.

Nadel im Heuhaufen finden
Finanziert wird das Projekt durch private Sponsoren. «Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Kräfte auf die wirklich gefährlichen Leute zu konzentrieren. Die Ladendiebe interessieren mich weniger als die Mörder», sagte die Projektleiterin Ellen Kurtz dem «Philadelphia Inquirer».

Berk räumte ein, dass es bereits etliche soziologische Studien gebe, die Täterprofile daraufhin untersuchen, ob wieder ein Verbrechen begangen werden könnte. Dennoch habe er sich zur Aufgabe gemacht, von allen Bewährungsstraftätern in Philadelphia «die Nadel im Heuhaufen» zu finden. (nz)