19. Nov 2006 12:58
Das weltgrößte Musikunternehmen Universal geht wegen Urheberrechts- Verletzungen juristisch gegen die Community-Website Myspace vor. Universal will vor allem die Veröffentlichung noch nicht erschienener Songs nicht hinnehmen.
Myspace und Universal Music hätten zuvor Verhandlungen über Lizenzzahlungen geführt, berichtete das «Wall Street Journal» am Samstag unter Berufung auf informierte Kreise. Allerdings habe sich Myspace daran gestört, dass Universal auch rückwirkende Zahlungen für zuvor im Internet platzierte Inhalte verlangt habe, hieß es.Das Management des zu Vivendi gehörenden Musikkonzerns war US-Medienberichten zufolge besonders wütend darüber, dass Songs aus dem noch nicht veröffentlichten neuen Album des Rappers Jay-Z bei MySpace auftauchten. Auf der Myspace-Website bauen die angemeldeten Nutzer - zu einem großen Teil Teenager - persönliche Bereiche auf, in denen sie auch Musik und Videos platzieren können.
Universal Music soll vor einigen Monaten auch geplant haben, den Video-Dienst Youtube wegen Urheberrechtsverletzungen zu verklagen. Die Unternehmen einigten sich jedoch schließlich auf eine Lizenzvereinbarung. Youtube, eine Website, auf der Nutzer Videos ins Internet stellen können, gehört inzwischen zu Google. (nz)