17.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Warten auf die Playstation 3
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Tumultartige Szenen in Japan, frierende Camper in den USA. Der Verkaufsstart der Playstation 3 bringt Spiele-Fans an die Grenzen ihrer Leidensfähigkeit.
Am Freitag ist Sonys neue Spielkonsole, die Playstation 3, zum ersten Mal in den USA verkauft worden. Schon eine Woche zuvor hatten sich Warteschlangen von Spielefans gebildet, die in Zelten vor den Geschäften ausharrten.
Die ersten Konsolen gingen bereits um Mitternacht bei speziellen Verkaufsveranstaltungen über die Ladentheke. Für den Anfang bringt Sony 400.000 Exemplare der Playstation 3 auf den amerikanischen Markt. In Japan waren sechs Tage zuvor 100.000 Stück angeboten worden.
Neun Tage gewartetAmerikanischen Medienberichten zufolge bestanden die Warteschlangen vor allem aus Schülern und Studenten, die ihren Unterricht schwänzten und aus Arbeitnehmern, die extra Urlaub genommen hatten. In Kalifornien warteten besonders geduldige Fans neun Tage lang auf den Verkaufsstart, in Chicago hielten Hartgesottene Minus-Temperaturen aus.
Zu Auseinandersetzungen soll es laut US-Medien nicht gekommen sein. Manche Laden-Besitzer hatten sich lediglich über den Müll beschwert, der durch die Wartenden anfiel. Essen und Trinken sei kein Problem gewesen, da die Wartenden von Familienmitgliedern und Freunden versorgt wurden. In Japan kam es beim Verkaufsstart teilweise zu tumultartigen Auseinandersetzungen.
Kein Marketing-GagGrund für die geringe Menge an Konsolen, die Sony auf den Markt bringt ist keine clevere Marketing-Strategie, sondern Probleme bei der Produktion. Ein Mangel an blauen Laserdioden für die Blu-ray-Lauferke der Konsolen hatte dazu geführt, dass die Anzahl der Start-Exemplare von zwei Millionen auf circa 500.000 reduziert worden waren. In Europa ist die Konsole voraussichtlich ab März 2007 erhältlich. (nz)