Experten raten von spontanem Vista-Kauf ab
10.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Werbung von Windows Vista
Foto: microsoft.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Microsoft hat mit der Vista-Produktion begonnen. Fehlerhaft kann das Betriebssystem trotzdem noch sein. Von Sofortkäufen halten Experten deshalb wenig.
Windows Vista gibt es in verschiedenen Versionen: Die so genannte Starter-Variante ist ausschließlich für Länder in der so genannten Dritten Welt gedacht, und Enterprise geht nur an große Unternehmen. Für den privaten Nutzer kommen laut Axel Vahldiek von der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift «c't» am ehesten «Home Basic» oder Home Premium in Frage. Vergleichbar mit Windows XP Professional ist «Vista Ultimate» - es enthält alle Neuerungen des neuen Betriebssystems.
Tausende neue FunktionenDer Experte rät Computerbesitzern jedoch, mit dem Kauf von Windows Vista etwas zu warten, bis eventuelle «Kinderkrankheiten» beseitigt sind. In den bisherigen Test-Versionen seien aber keine größeren Probleme aufgetreten.
Microsoft zufolge stecken in Vista mehrere Tausend neue Funktionen - aber nicht alle davon fallen dem Nutzer gleich ins Auge. Auffällig sei die neue Benutzeroberfläche namens Aero. «Außerdem hat Microsoft viel für die Sicherheit getan», sagt Axel Vahldiek. Dazu gehöre zum Beispiel, dass der Nutzer nicht mehr automatisch mit Administratoren-Rechten arbeitet.
Festplatte verschlüsselnFür Notebook-Besitzer dürfte interessant sein, dass sich mit einer Funktion namens Bitlocker die gesamte Festplatte verschlüsseln und so vor unbefugtem Zugriff, etwa im Falle eines Dienstahls, schützen lässt.
Vor allem Anwender, die nicht jeden Tag mit Windows XP gearbeitet haben, dürften es laut Vahldiek leicht mit der Umgewöhnung auf Vista haben. Profis dagegen müssten sich erst an einige Änderungen im Hinblick auf die Einstellungen am System gewöhnen.
Zu den Preisen für den deutschen Markt macht Microsoft noch keine Angaben. Erfahrungsgemäß liegen diese jedoch auf dem Niveau der US-Preise: Dort kosten die Vollversionen für «Home Basic», «Home Premium» und «Ultimate» umgerechnet 150, 177 und 297 Euro. (nz)