netzeitung.deSpringer plant Fernsehen fürs Web

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Mathias Döpfner (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mathias Döpfner
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Online-Fernsehen statt ProSiebenSat1. Nach der gescheiterten Sendergruppen- Übernahme will Springer künftig selbst im Internet senden. Spitzenpersonal kommt von RTL.

Der Springer-Konzern engagiert sich nach der gescheiterten Übernahme der ProSiebenSat.1-Sendergruppe im Internet-Fernsehen. Vorstandschef Mathias Döpfner gab am Mittwoch in Berlin die Gründung der Axel Springer Digital TV (ASDTV) bekannt.

Als Geschäftsführer soll der RTL-Manager Klaus Ebert zum 1. Januar 2007 zu der neuen Konzerntochter wechseln. Geplant ist, Videos vor allem für das Internet zu produzieren und zu vermarkten. Zudem gebe es Überlegungen, eigene digitale TV-Kanäle zu entwickeln.

Interessante Alternative
Döpfner bezeichnete das Internet-Fernsehen als «interessante Alternative» zur Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat.1, die zu Jahresbeginn am Veto der Kartellbehörde gescheitert war.

Der Bereich zeige «interessante Wachstumsperspektiven», sagte Döpfner. Er sprach von einem «experimentellen Engagement», in dem man viel ausprobieren wolle. Über Einzelheiten des Konzepts will Döpfner erst im Sommer nach einigen Monaten der Vorbereitung und Personalrekrutierung für die neue Firma sprechen.

Engagement im Netz verstärkt
Ebert ist bisher Geschäftsführer und Programmchef von RTL Nord und Bereichsleiter Regionalkoordination bei RTL. Im vergangenen Jahr baute der 53-Jährige für RTL in Hamburg Europas modernste digitale Sendeabwicklung auf. Im April 2004 brachte er als Gründungsgeschäftsführer den kroatischen Sender RTL Televizija auf Sendung.

Springer baut sein Engagement im Internet konsequent aus. Vergangene Woche hatte das Unternehmen bereits angekündigt, eine englischsprachige Ausgabe der «Bild»-Zeitung in der virtuellen Welt des Online-Spiels «Second Life» zu lancieren. (nz)