netzeitung.deMicrosoft-Player sperrt MSN-Musik aus

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Microsofts Musik-Player Zune (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Microsofts Musik-Player Zune
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Microsofts Media-Player Zune sorgt schon vor Erscheinen für Ärger. Selbst aufgenommene Musik kann man nicht tauschen, bei MSN gekaufte Musik nicht abspielen.

Kunden, die in Microsofts MSN Music Store Musik gekauft und heruntergeladen haben, können die Musikstücke nicht auf Microsofts Musik-Player Zune abspielen. Das berichtete der britische Fernsehsender BBC online. Grund für das Format-Chaos sei das «Digital Right Management»-System (DRM), das Microsoft für Zune entwickelt hat. Microsoft will wie Konkurrent Apple nur Musik zulassen, die aus dem eigenen Store heruntergeladen wurden.

Wenn am 14. November Zune in die Läden kommt, werde deshalb zeitgleich der Online-Musikladen von Microsoft abgeschaltet, hieß es. Künftig müssen Musikfreunde die Stücke dann im neuen Zune-Shop erwerben.

Eigene Musik gesperrt
Das DRM von Zune war bereits im September in die Kritik geraten, als einer der Zune-Entwickler, Cesar Menendez, in seinem Blog verraten hatte, das sogar selbst aufgenommene Musik bei Zune nicht getauscht werden könne.

Versendet ein Zune-Nutzer Dateien per WLAN an einen anderen, kann der Empfänger die Songs dreimal in drei Tagen abspielen, danach ist das Stück gesperrt und nur noch als Kaufoption für den Zune-Store markiert.

Wer also die Aufnahme aus dem Proberaum der eigenen Band an andere übertragen will, kann dies nur mit starken Einschränkungen tun. Liegt das private Material im DRM-freien MP3-Format vor, droht auf Grund der Zwangsneukodierung in ein Microsoft-Format mit DRM auch ein merklicher Qualitätsverlust. (nz)