08. Nov 2006 10:39
Schlecht geschulte Wahlhelfer, Software-Probleme, Stromausfälle – die neuen US-Wahlcomputer funktionieren nicht, wie sie sollen. Trotz modernster Technik mussten viele Stimmen auf Papier abgegeben werden.
Vor der Wahl hatten Kritiker bereits gewarnt, die neuen Wahlcomputer könnten durch Hacker manipuliert werden. Dass die Technik trotzdem eingesetzt wird, begründeten die Wahlbezirke damit, dass das Auszählen vom Papier-Stimmzetteln zu lange dauern würde. Bislang wurde keine Manipulationen bekannt.Die Wahlcomputer mit Touchscreen waren noch nie bei einer Wahl getestet worden. Sie sollten die Stimmabgabe schneller, einfacher und zuverlässiger machen. Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 hatten veraltete Wahlmaschinen in Florida für Chaos gesorgt und die Stimmabgabe zahlreicher Bürger verhindert.
US-Blogger kommentierten das Wahlchaos genau. Auf der Plattform Youtube tauchten Videos auf, die die Vorgänge belegen sollen.Die in Deutschland eingesetzten Wahlcomputer sind nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sicher. Dem Chaos Computer Club war es im Oktober gelungen einen niederländischen Wahlcomputer vor laufender Kamera zu manipulieren. (nz)