netzeitung.deGema fordert Geld für Youtube-Videos

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Youtube Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nun ist auch die deutsche Gema auf die Idee gekommen, vom neuen Youtube-Inhaber Google Geld zu fordern. Derweil verhandelt das Portal mit dem Mobilfunkanbieter Verizon über die Zukunft seiner Videos auf Handys.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) mahnt mehrere Urheberrechtsverstöße bei Youtube an. Die Gesellschaft vertritt in Deutschland die Rechte der Urheber von Musikwerken und fordert laut «Handelsblatt» von Google Lizenzgebühren für dessen Videotauschbörse.

Nach der Übernahme von Youtube durch Google für 1,65 Milliarden Dollar wächst auch in Deutschland bei vielen Inhabern von Urheberrechten offenbar das Interesse an einer finanziellen Beteiligung am Erfolg der Videosite. Der Ligaverband Deutsche Fußball-Liga (DFL) kündigte bereits an, gegen Bundesliga-Material bei Youtube und anderen Video-Communities vorzugehen.
Löschen statt Beteiligung
Laut «Handelsblatt» hat die Gema Google von den Urheberrechtsverstößen durch Youtube in Kenntnis gesetzt und fordert das Unternehmen nun auf, Videos mit nicht lizenzierter Gema-Musik zu löschen.

Vor dem Verkauf von Youtube an Google im vergangenen Monat hatten sich die Medienkonzerne Universal, Warner und Sony BMG im Rahmen von Lizenzvereinbarungen Anteile an den Werbeeinnahmen mit urheberrechtlich geschützten Videos gesichert. Damit hatte Youtube sich zumindest teilweise gegen Urheberrechtsklagen geschützt.

Möglicherweise gerät aber bald nicht mehr die Videosite in Bedrängnis, sondern die Nutzer, die urheberrechtlich geschütztes Material hochladen - denn Youtube speichert deren Daten. Bereits im Mai dieses Jahres kapitulierte Youtube gegenüber den Forderungen von Paramount Pictures und gab die Daten eines der Nutzer der Plattform bereitwillig heraus, anstatt das Video auf Aufforderung hin lediglich zu entfernen.

Prestigeträchtige Verhandlungen
Inzwischen verhandelt Youtube mit dem US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless, ein Gemeinschaftsunternehmen von Vodafone und dem Festnetzanbieter Verizon Communications, neue Möglichkeiten, die Videos der Plattform auf Handys zu laden. Im Falle einer Einigung könnten die Inhaber eines Verizon-Handys einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge die populärsten Youtube-Videos aufs Handy geladen bekommen.(nz/Golem.de)