netzeitung.deExchef von Softwareunternehmen muss in Haft

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Ein New Yorker Richter zeigte Emotionen, als er das Urteil gegen den ehemaligen Chef von Computer Associates International verlas. Kumars Taten hätten das Gericht schockiert, sagte er.

Sanjay Kumar, der ehemalige Chef des Softwarekonzerns Computer Associates CA ist von einem Gericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu zwölf Jahren Gefängnis und acht Millionen Dollar Geldstrafe wegen seiner Rolle bei der künstliche Aufblähung von Finanzergebnissen der Gesellschaft verurteilt worden.

Zeugen bestochen, Beamte belogen
Wie die «New York Times» am Freitag berichtet, soll der 44-Jährige Kumar seine Gefängnisstrafe am 27. Februar antreten. Kumar hatte sich nach Angaben der Zeitung im April des Wertpapierbetrugs, der Verschwörung und der Vorlage von Falschunterlagen bei der Wertpapier- und Börsenbehörde SEC schuldig bekannt. Er hatte zudem versucht, mögliche Zeugen zu bestechen und FBI-Beamte angelogen.

«Dieses gewissenlose Verhalten hat dieses Gericht schockiert, so wie es jeden anständigen Menschen schockieren würde», sagte Richter Glasser bei der Urteilsverkündung.

Die Staatsanwaltschaft hatte Kumar und anderen Beschuldigten vorgeworfen, die Quartalsergebnisse des Unternehmens von 1999 bis 2000 künstlich in die Höhe getrieben zu haben, indem Software-Kontrakte rückdatiert wurden. Damit sollte es so aussehen, als seien die Lizenzvereinbarungen während des Quartals unterzeichnet worden. (nz)