netzeitung.deDeutscher Internet Explorer 7 ist Englisch

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Bild des Internet Explorers 7 (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bild des Internet Explorers 7
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach der englischen Version hat Microsoft die deutschsprachige Variante des Internet Explorers 7 angekündigt. Peinliche Panne: Die angeblich deutsche Version ist auf Englisch.

Eine deutsche Version des neuen Internet Explorer 7 ist trotz der Ankündigung von Microsoft noch nicht zu haben. Tatsächlich wird auf der deutschen Microsoft-Seite eine englische Version zum Download bereitgestellt, wie die Netzeitung getestet hat.

Für eine Stellungnahme war Microsoft Deutschland in München nicht zu erreichen. Die englische Fassung des Internet Explorers sieben war bereits Mitte Oktober erschienen. Schon kurz nach der Veröffentlichung war eine erste Sicherheitslücke entdeckt worden.

Neue Oberfläche
Voraussetzung zur Installation des Internet Explorers 7 ist, dass das Servicepack 2 auf dem Rechner installiert ist. Der neue Browser läuft außerdem unter der 64-bit-Edition von Windows XP. In Kürze soll er auch über die Funktionen «Automatisches Update», «Windows Update» und «Microsoft Update» verfügbar sein. Zu den wichtigsten Neuerungen des Internet Explorer 7 gegenüber den früheren Versionen zählt laut Microsoft ein erweiterter Schutz vor Viren und Spyware.

Außerdem gibt es einen neuen Filter, der vor möglichen Phishing-Angriffen auf den Rechner warnt. Die Oberfläche des Browsers wurde neu gestaltet und die Druckfunktion überarbeitet: Soll eine Webseite ausgedruckt werden, wird sie automatisch der Breite des zu bedruckenden Papiers angepasst.

Eine weitere neue Funktion ist nach Microsoft-Angaben die so genannte Registernavigation, oder auch «Tabbed Browsing». Sie ermöglicht, mehrere Webseiten in einem einzigen Browserfenster anzuzeigen, eine Funktion die Browserkonkurrenten Firefox und Opera schon längst anbieten.

Mit Tab-Toolbar
Auf Tastendruck werden alle Web-Seiten mit ihrer jeweiligen Miniaturdarstellung angezeigt. Um Platz für das «Tabbing» zu schaffen, wurde die Bedienoberfläche komplett umgestaltet. Die wesentlichen Funktionen werden nun über Kontextmenüs erledigt und einzelne Menüpunkte stehen am äußeren Rand der «Tab-Toolbar».

Innerhalb eines Browser-Fensters sind weitere Unterfenster möglich, die sich als so genannte Gruppe als Lesezeichen abspeichern lassen. Hierbei werden alle Lesezeichen in einem Verzeichnis abgelegt. Zu den auch schon bei anderen Browsern vertrauten Funktionen gehört ein kleines Texteingabefeld für die Internet-Suche. Die Software vereinfacht auch den Bezug und die Darstellung von RSS-Feeds, wie sie vor allem von Informationsportalen genutzt werden.

Weiße Liste
Nach zahlreichen Mängeln des Vorgängers verfolgt Microsoft mir dem Internet Explorer 7 außerdem ein grundlegend neues Sicherheitskonzept. Die Anwender sollen beim Browsen im Web so weit wie möglich vor Gefährdungen geschützt werden. Dazu hat Microsoft eine «Weiße Liste» mit etwa 100.000 meist besuchten und vertrauenswürdigen Internet-Domains integriert.

Sobald eine Adresse außerhalb dieser Liste aufgerufen wird, schickt der Browser ein kleines Datenpaket an einen Microsoft-Server. Dort wird überprüft, ob die Adresse auf einer «Schwarzen Liste» mit bekannten Phishing-Sites steht - das sind Web-Sites, die das Aussehen eines kommerziellen Internet-Angebots imitieren, um mit betrügerischer Absicht den Nutzer zur Eingabe seines Passworts und anderer vertraulicher Daten zu bewegen.

Weitere Sicherheitsfunktionen des Browsers sind nur in Verbindung mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista wirksam, das für Unternehmen ab November und für Privatanwender im Januar erwartet wird. Der Internet Explorer 7 ist fester Bestandteil von Windows Vista. Von Windows-Versionen vor Windows XP wird der neue Browser nicht unterstützt. (nz / Golem.de)