netzeitung.deCopyright-Kontrollen bei Myspace

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Website Myspace (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Website Myspace
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Youtube will nun auch die Community-Site Myspace Urheberrechts- verletzungen auf den eigenen Seiten verfolgen. Copyright- geschützte Musikvideos sind dort allerdings sehr beliebt.

Die Internet-Community Myspace will laut US-Medienberichten mit dem kalifornischen Unternehmen Gracenote kooperieren, um künftig urheberrechtlich geschütztes Musikmaterial besser erkennen und blockieren zu können. Somit können die Betreiber den Forderungen der Musikfirmen besser nachkommen, urheberechtlich geschütztes Material zu entfernen.

Das Videoportal Youtube hat bereits 30.000 japanische Videos und diverse Comedy-Sendungen aus urheberrechtlichen Gründen entfernt. Auch Daten, von Nutzern, die urheberrechtlich geschütztes Material hochladen, sollen die Betreiber preisgegeben haben. Allerdings wollte Youtube ursprünglich die Musik-Konzerne davon überzeugen, den Gebrauch zu erlauben und von der Werbung im Rahmen der Videos zu profitieren.

Denn urheberrechtlich geschütztes Material, besonders Musikvideos, bestimmt einen Großteil des Inhalts der Community-Sites. Über drei Millionen Bands haben mittlerweile ihre eigene Myspace–Seite – es ist praktisch selbstverständlich geworden. Auch sollen die Marketing-Abteilungen diverser Fernsehstationen Sendungen anonym bei Youtube hochgeladen haben, in der Hoffnung, damit Werbung für ihre Shows machen zu können – während die Rechte-Abteilung gleichzeitig eine Klage vorbereitete.

Lukrative Geschäfte
Da jetzt bekannt ist, dass für eine Plattform, auf der Videos angeguckt werden können, 1,65 Milliarden Dollar gezahlt werden, wäre es nicht erstaunlich, wenn die Musik-Unternehmen noch einmal überlegen würden, welches Geschäft das lukrativere ist – klagen oder mitmachen. Allerdings waren die besagten Plattformen bei ihren Nutzern besonders für ihren chaotischen und subversiven Charme beliebt, ob sie den Sites auch treu bleiben werden, wenn sie mit den Konzernen kooperieren, ist fraglich. (nz)