25.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mann vor Microsoft-Werbung
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Internet-Nutzer leben gefährlich. Ständige laufen sie Gefahr, dass ihre Daten ausgespäht werden. Nun ist noch ein kostenloses Sicherheits-Tool auf dem Markt.
Microsoft hat die endgültige Version des kostenlosen Anti-Spyware-Werkzeugs Windows Defender veröffentlicht. Die Software soll Spyware, Rootkits und Keylogger ausfindig machen und entfernen können und ist mit einem Pop-up-Blocker für den Internet Explorer 6 ausgestattet. Eine deutsche Version folgt erst einige Monate später.
Windows Defender ist eine Folge von Microsofts Übernahme des Anti-Spyware-Softwarehauses Giant im Dezember 2004. Seitdem hat Microsoft Vorabversionen der Software veröffentlicht und nach eigenen Angaben zahlreiche Programmfehler korrigiert.
Automatische AktualisierungDie Aktualisierung der Signaturdateien zur Erkennung von Schadsoftware soll automatisch erfolgen. Hierbei greift Redmond auf die Daten der SpyNet-Gemeinschaft zu, womit das Unternehmen eine zügige und zuverlässige Erkennung von Spyware garantieren will.
Windows Defender für Windows XP mit Service Pack 2 und Windows Server 2003 mit Service Pack 1 steht in englischer Sprache kostenlos zum Download bereit. In den nächsten Monaten will Microsoft auch eine deutsche Version der Software nachschieben. Einen Termin dafür nannte der Konzern noch nicht.
BegriffserklärungRootkits installieren sich unbemerkt auf dem Rechner eines Opfers und modifizieren dort Teile des Betriebssystems. Üblicherweise werden durch Rootkits neue Funktionen eingebaut, mit denen ein Angreifer den Rechner für seine Zwecke einsetzen kann. Oft wird das Betriebssystem derart verändert, dass die Suche nach den Rootkits erschwert wird, weil dem Untersuchenden falsche Angaben über das System geliefert werden.
Keylogger protokollieren die Eingaben des Benutzers an einem Computer mit und senden die Daten dann an die Urheber des Programms. Keylogger werden verwendet, um an vertrauliche Daten wie Passworte zu gelangen. (nz / Golem.de)