netzeitung.deWikipedia will Geld ausgeben

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Wovon träumt ihr? Jimmy Wales will enzyklopädische Träume erfüllen. (Foto: wikipedia.org<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wovon träumt ihr? Jimmy Wales will enzyklopädische Träume erfüllen.
Foto: wikipedia.org
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Was würdet ihr kaufen, wenn ihr Wikipedia wäret und 100 Millionen Dollar zu Verfügung hättet?» Der Gründer der Online- Enzyklopädie sagt, er wolle Wünsche erfüllen.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat die Wikipedia-Community gefragt, welche Projekte sie mit 100 Millionen Dollar realisieren würden. Es gäbe jemanden, der dies ermöglichen könne.

Dabei bezieht sich Wales offenbar auf Lexikon-Inhalte, für die die Mitglieder der Community nicht selbst eine gleichwertige freie Alternative erstellen können. Daher möchte Wales wissen, welche Inhalte die Community mit der genannten Summe freikaufen würde.

Diese Frage sei ihm selbst von jemandem gestellt worden, der in der Position sei, dies zu ermöglichen, so Wales in seiner E-Mail. Mittlerweile wurde auf den Seiten von Wikimedia eine Wunschliste angelegt, in der sich sowohl wissenschaftliche Magazine, als auch Satellitenbilder und Lehrbücher finden. Inwiefern Wales' Frage einen konkreten Hintergrund hat oder die Idee dahinter doch nur ein Traum bleibt, bleibt abzuwarten.

Zu den Vorschlägen gehört unter anderem der, eine Hardware Version der Enzyklopädie zu entwickeln, die es den Nutzern erlaubt, auch ohne PC Zugriff auf die Enzyklopädie zu erhalten – eine Art E-Book oder auch Handys, auf denen die Einträge gelesen oder editiert werden können. Ein weiterer Vorschlag ist es, die Texte der amerikanischen Library of Congress, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen, zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen – bevor Google sich die Rechte sichert.

Außerdem wurde vorgeschlagen, Da Vincis Aufzeichnungen zu kaufen und einzuscannen, sodass Einblicke in die Kunst dieses Genies der Öffentlichkeit erhalten bleiben, bevor Bill Gates, wie an sovielen Bildern, auch daran die Rechte gehören. Ebenfalls würden sich die Nutzer freuen, die Rechte an den Fotos der US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts bei Wikipedia zu sehen, die offenbar nur kostenpflichtig zu bekommen sind und außerdem Bilder von seltenen Tieren und Pflanzen, beispielsweise aus dem Amazonasgebiet. (nz/Golem.de)