netzeitung.deSexualstraftäter bei Myspace gesucht

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Screenshot einer öffentlich zugänglichen US-Webseite mit einer Liste von Sexualstraftätern (Foto: Screenshot nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Screenshot einer öffentlich zugänglichen US-Webseite mit einer Liste von Sexualstraftätern
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vergewaltiger oder Pädophile genießen in den USA keinen Datenschutz. Ein neues Suchprogramm vergleicht Profile von Netz-Communities mit Strafregistern.

Der Internet-Journalist Kevin Poulsen hat Suchprogramme entwickelt, um Sexualstraftäter bei Myspace aufzuspüren. Das berichtet der Journalist in der Online-Ausgabe des IT-Magazins «Wired».

Er habe mit seinen selbst geschriebenen Programmen alle 120 Millionen gespeicherten Myspace-Profile mit den öffentlich zugänglichen Daten über Sexualstraftäter verglichen. Verschiedene Bundesstaaten in den USA veröffentlichen die Daten von verurteilten Sexualstraftätern im Internet.

Genaue Adresse und Foto im Netz
Zu den öffentlich zugänglichen Informationen gehören die genau Adresse, die Art der Straftat, das Geburtsdatum und ein Foto des Verurteilten.

Insgesamt konnte Poulson nach eigenen Angaben 700 Sexualstraftäter auf Myspace identifizieren. In einem Fall haben ihn die Aktivitäten des Myspace-Nutzers derart beunruhigt, dass er die Polizei informiert habe. Der Mann sei Anfang dieses Monats verhaftet worden.

Minderjährige Opfer gesucht
Neben dem Abgleich der Strafakten mit den Myspace-Profilen, hatte Poulsen auch nach Profilen von Erwachsenen gesucht, die ungewöhnlich viele minderjährige Netz-Freunde haben.

Experten warnen immer wieder davor, dass Sexualstraftäter im Internet Kontakt zu ihren oft minderjährigen Opfern aufnehmen. Beliebt sind neben den Networking-Seiten auch Chatrooms. (nz)