17.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Korrespondent "Adam Reuters" wird auf der Second Life-Newsite der Nachrichten Agentur Reuters vorgestellt
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Leben im Computerspiel «Second Life» gestalten seine Programmierer immer realer: Eine Nachrichtenagentur schickt jetzt einen Korrespondenten in die virtuelle Welt.
Nachdem sich bereits die Harvard University, die Bekleidungskette American Apparel und ein Baseballteam in der virtuellen Welt von «Second Life» niedergelassen haben, dürfen dort auch die Medien nicht fehlen. Jetzt hat sich ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in der Online-Welt niedergelassen.
Von seinem virtuellen Büro aus wird «Adam Reuters», der mit wirklichen Namen Adam Pasick heißt, regelmäßig berichten. Der Korrespondent soll laut seinem Terminkalender allerdings nur dreimal wöchentlich für jeweils eine Stunde im Dienst sein. Offenbar sorgt die Berichterstattung aus Second Life nicht vollkommen für das geregelte Einkommen des Korrespondenten.
In Second Life wird mit Linden Dollars gezahlt, die man für echte Währung erhält. 135,5 Millionen Linden Dollars mit einem Gegenwert von 500.000 US-Dollar gehen täglich durch die virtuellen Hände der 900.000 registrierten Spieler. Da die Wirtschaft der 3D-Welt monatlich um bis zu 15 Prozent anwächst, versucht Spiel-Betreiber Linden Lab, Inflation zu vermeiden und geschickt die virtuelle Börse zu regulieren.
Dabei fungieren die Betreiber US-Medienberichten zufolge als eine Art Zentralbank. Die Spieler können von ihrem Geld wie in der echten von Schmuck über Häuser bis hin zu selbsterschaffenen Gegenständen und Institutionen alles kaufen - wenn sie es sich leisten können.(nz)