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Space Invaders mit Gedanken gesteuert

11. Okt 2006 16:37
Mit der Kraft der Gedanken: Space Invaders
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Ein Junge soll im Rahmen eines Experiments den Spiele-Klassiker Space Invaders über Elektroden direkt über seine Hirnströme gesteuert haben. Er war ziemlich erfolgreich.

Forscher der US-amerikanischen Washington University in St. Louis haben im Rahmen der Behandlung eines an Epilepsie leidenden Teenagers einige Experimente durchgeführt - unter anderem kam dabei auch eine modifizierte Version des Spieleklassikers Space Invaders zum Einsatz.

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Wie die Universität berichtet, setzten die Mediziner für das Experiment Elektroden operativ direkt auf die Hirnrinde des Patienten. Dann stellten Sie ihm die Aufgabe, eine modifizierte Space-Invaders-Version mit Bewegungen der Zunge und Hände zu steuern – und im zweiten Schritt die Bewegungen nur noch zu denken.

Leichte Bewegungen blieben

«Er hat den ganzen ersten Level im Grunde per Gedanken gesteuert. Er hat es fast sofort gelernt», so der Neurologe Eric C. Leuthardt, der die Versuche gemeinsam mit Daniel Moran, einem Biomedizin-Ingenieur, organisierte. Schließlich habe man ihm eine anspruchsvollere Spielversion vorgesetzt – auch bei dieser soll der Proband zwei Level nur mit Hilfe seiner Vorstellungskraft gespielt haben.

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Ein im Netz zu findendes Video zeigt allerdings zwar, wie der Junge spielt, aber auch, dass er dabei seine Hände bewegt - ob bewusst oder unbewusst, lässt sich nicht sagen. Den Schüssen der von oben auf das Spieler-Raumschiff zukommenden Alien-Flotte weicht er mit leichten Links- und Rechtsbewegungen aus, Schüsse werden durch leichte Trommelbewegungen der Finger ausgelöst. Unabhängig davon geschah die Übertragung der Impulse jedoch über die Elektroden auf der Hirnrinde.

Eigentlich hatten die Neurologen Dr. Mathew Smyth und Dr. John Zempel während eines epileptischen Anfalls des Jungen dessen Gehirn untersuchen wollen. Während der Wartezeit nutzten die Forscher jedoch die Gelegenheit, um auch noch das Space-Invaders-Experiment zu erledigen. Mit der Hirnstrom-Technologie ist die Hoffnung verknüpft, dass Behinderte eines Tages Prothesen auf ähnliche Art steuern können. (nz/Golem.de)

 
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