11.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Freikirche findet Blogs unchristlich
Blogger sind vergleichbar mit jugendlichen Trinkern und Rabauken behauptet die «Restored Church of God».
Blogging ist unziemlich für junge Christen. Zumindest ist das der Rat, den die konservative Freikirche «Restored Church of God» ihren Anhängern gibt.
«Blogging ist zu einer sozial akzeptierten Handlung geworden», heißt es im «Ambassador Youth», der Jugendzeitschrift der Kirche, deren Wurzeln in den USA liegen. «Genauso, wie sich viel zu früh mit Menschen anderen Geschlechts zu verabreden, Trinken bei Minderjährigen und schlechtes Benehmen überhaupt.»
«Nichts als hirnloses Geschwätz»Bloggen gebe dem Blogger das Gefühl, als ob seine Meinung zähle, heißt es weiter in dem Magazin, das die Unterzeile trägt: «Führer entwickeln für die Welt von morgen.» Dabei finde sich in Blogs in der Regel nichts als hirnloses Geschwätz. Dadurch würden die Autoren Dinge öffentlich schreiben, über die man höchstens im privaten Kreis reden solle, «oder überhaupt nicht».
Abgesehen davon könne Bloggen abhängig machen, heißt es in dem Pamphlet weiter. Aber: «Will dieser Text sagen, dass jedes Blog in der ganzen Welt schlecht ist? Nein, natürlich nicht!» Natürlich gebe es gute Blogs im Internet, so der Autor. Aber die seien von Profis und Spezialisten geführt – nichts für Amateure also.
«Du kannst – und SOLLST – Dich um Deine Freunde auf altbewährte Art kümmern», formuliert der Text am Ende seinen Rat an die Gläubigen (Typographie übernommen), «durch persönlichen Kontakt, Briefe, E-Mails oder Instant Messaging.» (nz)