10.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Screenshot von Second Life
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Fans des Internet-Spiels «Second Life» statten ihre Spielfiguren liebevoll mit Kleidung und Sportgeräten aus. Bald gibt es die Figuren auch im echten Leben.
Wer sein zweites Ich aus dem Internet so richtig liebt, kann es sich jetzt nach Hause bestellen. Geschäftsmann Michael Buckbee aus Virginia Beach fertigt auf Bestellung kleine Statuen von Second-Life-Spielfiguren an. Von der Geschäftsidee berichtete die amerikanische IT-Webseite «Wired.com».
Akquise mache Buckbee natürlich über sein Alter Ego, die Second-Life- Persönlichkeit «Hal9k Andalso». Er treffe sich innerhalb des Spiels mit seinen Kunden, mache einen Screenshot und fertige mit einem 3D-Printer die Figuren an.
Schicht für Schicht nachgebildet3D-Printer bilden Schicht für Schicht akkurate Modelle aus haltbarem ABS-Kunststoff. Solche Modelle werden normalerweise im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrt und der Medizin verwendet. Buckbee sagte zu «Wired.com», dass er die 3D-Technik auch dem normalen Verbraucher nahe bringen wolle.
Preiswert sind die Modellfiguren mit einer Größe von bis zu 20 Zentimetern nicht. Sie sollen um die hundert Dollar kosten, trotzdem hätten schon viele Spieler ihr Interesse signalisiert.
Der Ansatz von Buckbee ist für das Online-Spiel Second Life ungewöhnlich. Während andere Firmen ihre realen Produkte in Pixel übersetzen ließen, verkauft er einen Teil der virtuellen Realität in der echten Welt. (nz)