09.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Screenshot von Second Life
Foto: Promo
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Australier fasten gerne mal für den guten Zweck, amerikanische Kinder verkaufen Schokolade, um Geld zu sammeln. Neuerdings kann man auch sein virtuelles Ich zur Weltverbesserung einsetzen.
In den USA setzen Wohltätigkeitsorganisationen verstärkt auf Online-Rollen-Spiele und Video-Seiten, um Geld zu sammeln. Das berichtete die amerikanische «New York Times» online.
So seien für die amerikanische Krebsgesellschaft mehr als 1000 Menschen eine Strecke von vier Millionen Meilen zu Fuß gegangen. Sie haben für dieses Engagement 40.000 Dollar gesammelt obwohl die Strecke ausschließlich von den virtuellen Spielfiguren im Online-Rollenspiel «Second Life» gelaufen wurde.
UN startet Online-KampagneAuch die Erlöse eines Boot-Rennens für die Opfer des Hurrikan Katrina wurden bei «Second Life» erzielt. Diese Woche wird die UN-Milleniums-Kampagne gegen Armut für einen weiteren Wohltätigkeits-Schub bei «Second Life» sorgen. Die Spieler können kostenlose Armbänder bei Spiel-Kiosken abholen und in einer gemeinsamen Geste gegen Armut aufstehen.
Auch die Video-Webseite YouTube wird in die Kampagne eingebunden. «Lonely Girl15», die mit ihrem Online-Tagebuch auf YouTube zur Netzberühmtheit wurde, wird die Kampagne ebenfalls unterstützen. Nur wird sie in dem UN-Video nicht über einen Jungen, sondern über das Problem der Armut sprechen. (nz)