netzeitung.deMicrosoft verdirbt Vista-Kopierern die Freude

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Werbung für Windows Vista (Foto: microsoft.com<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Werbung für Windows Vista
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einem speziellen Trick macht Microsoft Softwarepiraten die Arbeit am Rechner schwer. Raubkopierer sollen am neuen Betriebssystem Vista nur sehr kurz Freude haben.

Microsoft wird Raubkopierer von Vista bestrafen, indem nach und nach die Funktionen des Systems eingeschränkt werden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) in Redmond im US-Bundesstaat Washington mit.

Nach der Installation von Vista muss das Betriebssystem innerhalb von 30 Tagen bei Microsoft registriert werden. Passiert das nicht, werden nach und nach wichtige Funktionen des Systems abgeschaltet. So können die Nutzer einer nicht registrierten Vista-Version nur noch eine Stunde pro Tag im Internet surfen und das E-Mail-Programm Outlook nicht mehr verwenden.
Regelmäßig überprüft
Es werde dann auch unmöglich sein, Dokumente direkt vom Computer-Desktop aus zu öffnen. Gleichzeitig werde der Nutzer dauernd daran erinnert, eine Lizenz zu erwerben.

Auch nach der ersten Registrierung wird Microsoft überprüfen, ob das Betriebssystem ordnungsgemäß angemeldet ist - beispielsweise wenn zusätzliche Microsoft-Programme heruntergeladen werden. Ist keine gültige Lizenz vorhanden, hat der Nutzer nach Firmenangaben wieder 30 Tage Zeit, eine Lizenz zu erwerben.

Künftig alle Produkte
Microsoft wird ähnliche Sicherheitsmaßnahmen für die Server-Software «Longhorn» einführen. Für die Zukunft sei diese neue Form des Kopierschutzes auch für andere Microsoft-Produkte geplant.

Cori Hartje, die verantwortliche Managerin von Microsoft, sagte, dass die Nutzer künftig den Unterschied zwischen gekaufter und kopierter Software merken sollen. In der Vergangenheit hatten viele Anwender den Kopierschutz umgangen, indem sie die Registrier-Codes von Mehrfachlizenzen großer Firmen eingaben.

Änderungen für Firmen
Dieses Vorgehen soll in Zukunft zumindest erschwert werden, da auch die Firmen neue Registrier-Nummern zugewiesen bekommen. Sie müssten innerhalb des Firmennetzwerkes aktiviert werden, hieß es.

Nach Schätzungen sollen bis zu 35 Prozent aller weltweit installierter Software Kopien sein. Unter anderem in Russland und China sind Raubkopien an der Tagesordnung. (nz)