netzeitung.deDer «andere Steve» hinter Apple

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Biographie des 'anderen Steve': Buchcover von 'iWoz' (Foto: Promo<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Biographie des 'anderen Steve': Buchcover von 'iWoz'
Foto: Promo
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Unter dem Titel «iWoz» erscheint in diesen Tagen die Autobiographie von Steve Wozniak, dem weniger bekannten der beiden Apple-Gründer. Darin räumt der «andere Steve» mit einigen Missverständnissen auf.

In Apples Firmengeschichte gilt er als «der andere Steve»: Steve Wozniak, der gemeinsam mit dem heutigen Firmenchef Steve Jobs in einer Garage im kalifornischen Menlo Park in den 70er Jahren den ersten bezahlbaren Computer mit Monitor und Maus entwickelte.

Allerdings stand Wozniak, der Techniker im Team, stets im Schatten des glamourösen Marketing-Talents Jobs. Genauere Informationen über den zurückhaltenden «anderen Steve» verspricht nun Wozniaks Autobiographie, die in dieser Woche in den USA erschienen ist – unter dem Titel «iWoz».

Um schmutzige Wäsche gehe es dabei nicht, wird Wozniak auf der Website des Nachrichtensenders «CNN» zitiert. Allerdings um einige Klarstellungen: «Es gibt Berichte, nach denen Steve und ich die ersten Computer gemeinsam entwickelt haben», so Wozniak. «Ich habe sie alleine gebaut.» Jobs' Aufgabe war es ihm zufolge, den «Apple I» zu vermarkten – zunächst verkauften sie die Geräte für 500 Dollar an einen lokalen Computerhändler – weil Wozniak dafür zu schüchtern war.

Kein Streit mit Steve Jobs
Sogar das erste Treffen des legendären Homebrew Computer Clubs habe er deshalb geschwänzt, erinnert sich der «andere Steve»: «Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht viel über die neuesten Entwicklungen im Computerbereich wusste.»

Gerüchte, nach denen sich Jobs und Wozniak im Laufe der Jahre zerstritten hätten, bestreitet der Autor in seiner Autobiographie. Man sei immer noch befreundet – wenn es Meinungsverschiedenheiten gegeben habe, dann seien die klein gewesen und falsch interpretiert worden.

Auch Apple habe er 1985 nur deshalb verlassen, um eine neue Firma aufbauen zu können – im Übrigen stehe er bei Apple immer noch auf der Gehaltsliste. Aber: Wie «CNN» meldet, hat sich Jobs geweigert, für das Buch ein Vorwort zu schreiben - was viele Interpretationen möglich macht.

Doch das kommentiert Wozniak nicht. Und einen Rat hat er für alle heutigen Möchtegern-Erfinder parat: große, stark strukturierte Unternehmen zu meiden. Aber: «Ein Mensch, der technisch ist, ein bisschen 'nerdy', nicht so sozial veranlagt, kann heute immer noch Dinge tun, die ihm einfach sinnvoll erscheinen, und damit großen Erfolg haben.» (nz)