netzeitung.deNahost-Konflikt als Computerspiel

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Israelische Soldaten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Israelische Soldaten
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Nahostkonflikt dauert schon Jahre an; und keine Lösung ist in Sicht. In der virtuellen Welt allerdings können sich Spielbegeisterte vermittelnd einmischen.

Computerspieler können sich in zwei neuen Spielen virtuell mit der Lösung des Nahostkonflikts beschäftigen. Das berichtet der Branchendienst «Wired.com» online.

Anstatt passiv die Nachrichten zu verfolgen, sollen sich die Spieler nach Willen der Entwickler genauer mit der Materie befassen und dadurch zu einem tieferen Verständnis der Situation gelangen.
Neutral oder parteiisch
Im Computerspiel «Global Conflicts» schlüpft der Spieler in die Rolle eines jungen Journalisten, der gerade in Israel angekommen ist. Seine Aufgabe ist es, objektiv zu berichten und zwischen den Fronten zu vermitteln. Dabei gilt es, auf beiden Seiten Vertrauen zu gewinnen. Wie gut das gelingt, zeigt ein Vertrauensmessgerät am Bildschirmrand.

Der junge Journalist spricht dabei mit Opfern, Attentätern, Israelis und Palästinensern gleichermaßen und kann nach Wunsch neutral bleiben oder eine bestimmte Seite unterstützen.

Vogelperspektive erlaubt Überblick
Laut «Wired.com» schließt Entwickler Egenfeldt-Nielsen vom dänischen Developer Serious Games eine Fortsetzung des Spiels nicht aus, das im März 2007 erscheinen soll. Konflikte gäbe es ja genug.

Während die Spieler bei «Global Conflicts» mitten im Geschehen sind, wählt das Entwickler-Team von Impact Games die Vogelperspektive für das Spiel «PeaceMaker». Hier schlüpfen die Spieler in die Rolle des israelischen Premiers oder des Palästinenser-Präsidenten und erfahren anhand der Medienberichterstattung, ob ihre Entscheidungen die Lage positiv oder negativ beeinflussen. (nz)