netzeitung.deGoogle will politischen Einfluss erhöhen

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Lobby-Gruppe angemeldet: Google (Foto: Screenshot: NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Lobby-Gruppe angemeldet: Google
Foto: Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Um mehr Unterstützung für seine Ziele zu erhalten, will Google an Wahlkandidaten spenden. Außerdem bemüht sich der Suchmaschinen- Betreiber um Nähe zu einer bisher gemiedenen politischen Richtung.

Google verstärkt seine politische Lobby-Arbeit. Netpac, eine politische Organisation des Unternehmens, wurde jetzt bei der Bundeswahlkommission der USA angemeldet. So kann der Suchmaschinen- Betreiber nun Kandidaten finanziell unterstützen.

Google habe verstanden, dass es ohne politische Spenden nicht gehe, wird Bob Stern, Präsident des «Center for Governmental Studies» in Los Angeles, von der kalifornischen News-Website «SFGate.com» zitiert. In dem Bericht heißt es unter Berufung auf Alan Davidson, Googles politischen Berater in Washington, Google wolle mit dem Netpac Kandidaten unterstützen, die sich für ein offenes und freies Internet einsetzen.

Zwei Senatoren als Berater
Das «pac» in «Netpac» steht dabei für «Political Action Committee», womit in den USA Lobbygruppen bezeichnet werden, die einzelne Personen unterstützen. Sie unterliegen bestimmten Regularien der Bundeswahlkommission.

Auch in einem anderen Bereich soll Google seine politischen Aktivitäten verstärkt haben: Mit Dan Coats und Connie Mack habe man zwei ehemalige republikanische Senatoren als externe Lobbyisten angeheuert, die Google der Partei näher bringen sollen, meldet die Website. Bisher war die Belegschaft des Unternehmens zum überwiegenden Teil mit den Demokraten in Verbindung gebracht worden.

Zuletzt war Google mit seinen Bemühungen gescheitert, die so genannte Netz-Neutralität gesetzlich festlegen zu lassen, eine Art Gleichbehandlungsgrundsatz für alle Betreiber von Websites. Stattdessen machen es neue Regeln Providern leicht, Site-Betreiber für bevorzugten Zugang zu ihren Kunden zur Kasse zu bitten. (nz/ Golem.de)