15.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ein amerikanisches Gericht hat Spam-Gegner verurteilt. Die wollen den Richterspruch jedoch ignorieren.
Nach dem Willen des Bezirksgericht im amerikanischen Illinois, soll der Blacklist-Betreiber Spamhaus 11,715 Millionen Dollar Schadenersatz an die Firma «e360insight» bezahlen. Das berichtete die amerikanische IT-Webseite «News.com» am Donnerstag (Ortszeit).
Urteil ignorierenGeklagt hatte David Linhardt aus Chicago, da die Werbemails seiner Firma «e360insight» aufgrund der Spamhaus-Liste massenhaft blockiert wurden.
Die in Großbritannien ansässige Organisation Spamhaus betreibt eine schwarze Liste von Spam-Verbreitern, die vielfach als Grundlage für Spamfilter verwendet wird. Die 1998 gegründete private Vereinigung hat nach eigenen Angaben 25 Ermittler auf vier Kontinenten im Einsatz, um Verbreiter von Spam auszuforschen.
Ein Sprecher der Organisation teilt mit, man werde das Urteil einfach ignorieren, also weder zahlen noch den Namen aus der Liste entfernen. Ein US-Gericht sei für die in Großbritannien ansässige Organisation nicht zuständig. (nz)