netzeitung.deHistorische Schätze der Wissenschaft online

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DNS Doppelhelix (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe DNS Doppelhelix
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für Originalschriften von Wissenschafts-Größen wie Faraday und Newton müssen Leser derzeit keine Handschuhe mehr anziehen oder Mundschutz aufsetzen. Dokumente aus 300 Jahren stehen im Internet.

Die britische Royal Society hat ihr komplettes Archiv eigener Veröffentlichungen online gestellt. Das teilte die britische Gelehrtengesellschaft am Donnerstag in London mit.

Nach Einführung gebührenpflichtig
Zu den Dokumenten gehören Aufzeichnungen von Michael Faraday, Isaac Newton und auch das erste Forschungspapier des Physikers Stephen Hawking.

Zwei Monate lang haben Nutzer unbegrenzten Zugriff auf wissenschaftliche Schätze der letzten 365 Jahre. Ab Dezember 2006 wird das Archiv dann nur noch für Abonnenten von wissenschaftlichen Zeitschriften der Royal Society frei zugänglich sein - andernfalls muss für die Ansicht der einzelnen wissenschaftlichen Dokumente eine Gebühr gezahlt werden.

Dokumente aus dem Jahr 1965
Bislang hatte die Royal Society nur Forschungsarbeiten online veröffentlicht, die seit 1997 in den eigenen Journalen standen. Nun wurde das Online-Angebot ausgedehnt und enthält alle Schriften vom ersten Wissenschaftsjournal aus dem Jahre 1665 («Philosophical Transactions») bis zur aktuellen Publikation «Interface».

Das Archiv beinhaltet die Beschreibung wichtiger wissenschaftlicher Entdeckungen, darunter Halleys Darstellung eines Kometen im Jahre 1705, Details der Doppel-Helix der DNS von James Watson und Francis Crick von 1954. Robert Boyle dachte 1665 über Bluttransfusionen nach, wie Interessierte jetzt online nachlesen können.

Captain Cooks Überlebensstrategie
Frühe Beiträge beschreiben, wie etwa Kapitän James Cook die Besatzung an Bord der HMS Endeavour am Leben hielt oder zeigen das Erstaunen der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts über die Leistung des achtjährigen Mozarts.

Die Royal Society unterstützt als britische Gelehrtengesellschaft seit ihrer Gründung im Jahre 1660 die Förderung wissenschaftlicher Forschung. (nz / Golem.de)