11.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Findet immer seltener Verwendung: Das klassische Radiogerät wird langsam durch Internet-Radio ersetzt.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Rund 20 Millionen Europäer hören pro Woche Radio über das Internet. Das ist deutlich mehr als im vergangenen Jahr. DSL-Anschlüsse und kostengünstige Flatrates machen den Zugang leichter.
Radio über das Internet zu hören, ist für zahlreiche Menschen in Europa eine viel genutzte Alternative zum herkömmlichen Radio-Empfang geworden. Pro Woche hören europaweit rund 20,4 Millionen Menschen Online-Radio, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin mit. Im vergangenen Jahr waren es 15,1 Millionen Hörer pro Woche - demnach gibt es in diesem Jahr 5,3 Millionen neue Radiohörer im Internet.
Durch die Verbreitung schneller Breitbandanschlüsse (DSL) werde die Hörerschaft weiter wachsen: Im Jahr 2010 erwarten die Experten 31,9 Millionen Hörer in Europa pro Woche.
Auch in Deutschland sei der Markt für Online-Radio gewachsen, sagt Bitkom-Chef Jörg Menno Harms. Als Grund dafür sieht er schnelle Internetzugänge und kostengünstige Flatrates. Während inzwischen auch die etablierten Radiosender ihre Online-Aktivitäten verstärken, steigt zugleich die Zahl der reinen Online-Kanäle letztendlich resultiere das in mehr Programmvielfalt, so Harms.
Die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Europa sei im vergangenen Jahr auf 58,4 Millionen gestiegen, in Deutschland haben rund 10,6 Millionen einen DSL-Anschluss. Bis zum Ende 2006 rechnet der Bitkom mit knapp 14 Millionen der schnellen Internet-Zugängen in Deutschland, was im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum von 32 Prozent entspräche.(nz/Golem.de)