08.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Windows Vista
Foto: microsoft.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Erfinder des Adressierungssystems für Internet-Seiten ist wegen Windows Vista in Sorge. Er glaubt, dass das Betriebssystem die Adress-Server überlasten wird.
Windows Vista könnte schwer wiegende Probleme für den Internet-Verkehr bringen. Diese Warnung hat jetzt Paul Mockapetris geäußert. Mockapetris gilt als der Erfinder des so genannten DNS-Systems, durch das die nur aus Zahlen bestehende technische Adresse einer Website mit deren Domainnamen verknüpft wird.
Um sein System macht sich der Experte Sorgen. Der Grund: Vista unterstützt auch einen neuen Adressierungsstandard, das so genannte IPv6. Da dieser aber bisher kaum genutzt wird, geht der Experte davon aus, dass Vista alle Web-Anfragen zweimal stellen wird, einmal nach altem, einmal nach neuem Standard. Diese Verdopplung werde die heute oft am Rande ihrer Kapazitätsgrenze laufenden DNS-Server überlasten, die für die Verknüpfung der Adressen sorgen.
Das Internet könne dadurch langsam und zähflüssig werden, zitiert die IT-Fach-Website «Cnet.com» Mockapetris. Microsoft räumt zwar ein, dass Vista den DNS-Traffic erhöhen werde, aber nicht in einer solch extremem Art und Weise. Auch andere Experten hätten Microsofts Auffassung bestätigt, so «Cnet.com». (nz/ Golem.de)