netzeitung.deGoogle veröffentlich Gmail-Büroversion

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Google Apps: Googles Büroanwendungen (Foto: Google<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Google Apps: Googles Büroanwendungen
Foto: Google
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Google bietet jetzt einen Email-Account für Unternehmen, Universitäten und Organisationen mit dem eigenen Domain-Namen. Ob denen allerdings die Sicherheit bei dem kostenlosen Office-Service ausreicht, ist fraglich.

Das Internet-Unternehmen Google holt zu einem neuen Schlag gegen die Softwarehersteller Microsoft und IBM aus: Büroangestellte sollen in Zukunft Googles Email-Service Gmail.com auch im Namen der Firma nutzen können – mit eigenem Domain-Namen.

Damit führt das Unternehmen sich selbst in das neue Marktsegment «Software as a Service» ein, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, das Technologie und Service-Angebote aus dem Internet zu nutzen – anstatt ganze Software-Pakete extra einzukaufen. Das neue Office-Angebot von Google beinhaltet außerdem einen Online-Kalender, einen Instant-messaging- und einen Webpage- Service.

«Wir sehen darin eine unglaubliche Chance: Software als Service ist sehr erfolgreich, weil die Unternehmen nur das kaufen müssen, was sie brauchen», sagte Google-Manager Dave Girourd. Das bisher kostenlose «Your Domain» –Angebot finanziert sich, wie auch der schon zwei Jahre alte herkömmliche Gmail-Service, über Werbung.

Gegen Ende des Jahres soll es dann eine bezahlte Abo-Version geben, mit erweiterten Service, mehr Speicherplatz und ohne Werbung. Nachdem Google bereits Anfang des Jahres mit einer webbasierten Excel-Version und Anfang August mit der Textverarbeitung Writely in Konkurrenz zu Microsoft trat, bietet die Office-Mail-Version eine Alternative zu Outlook. Girourd spielte diesen Aspekt US-Medien zufolge allerdings runter. Das Google-Angebot sei eher was für kleinere Unternehmen, die größeren würden es höchstens zusätzlich nutzen. Aber weitere Office-Anwendungen seien bereits in Planung.

Marktforscher glauben allerdings, dass Unternehmen nicht so schnell ihren Kommunikations-Service wechseln würden, weil da die Frage nach ausreichender Sicherheit und die Sorge um Betriebsgeheimnisse bei der Entscheidung für einen neuen Service eine wichtige Rolle spielten.(nz)