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Lupe Handy-TV geht in den Regelbetrieb

Die Mobilfunkbetreiber haben ein positives Fazit der Probephase ihres Handy-Fernsehens gezogen und wollen es nun allgemein anbieten. Wann, ist allerdings noch nicht klar.

Drei Monate lang haben die Mobilfunk-Anbieter E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone Fernseh-Angebote für das Handy. Das so genannte DVB-H, getestet. Jetzt sind sie zu dem Schluss gekommen, dass das Interesse in der Bevölkerung groß genug sei, um den Dienst kommerziell zu vermarkten - der Service soll daher fortgeführt werden.

Die Betreiber streben dabei an, in Zukunft bis zu 40 Programme auf die kleinen Handy-Bildschirme zu übertragen. Allerdings müssen zunächst die benötigten Sendefrequenzen bereitgestellt werden.

Von Ende Mai bis Ende Juli 2006 hatten 1000 ausgewählte Kunden aus Berlin, Hamburg, Hannover und München das TV-Programm im DVB-H-Standard getestet. Das Fazit der Netzbetreiber lautet: Die technische Betriebsplattform sei stabil gelaufen, die Resonanz bei den Teilnehmern sei positiv gewesen. Wie viele Testkunden nun allerdings bereit wären, für Handy-TV zu bezahlen, dazu gab das Betreiberkonsortium keine Schätzung ab.

Warten auf Bund und Länder
Anders als beim Handy-TV über UMTS werden die Programme bei DVB-H wie beim digitalen Antennen-Fernsehen übertragen. Das Handy muss also keine Verbindung zum Mobilfunknetz herstellen.

Daneben existiert mit dem so genannten DMB-System noch ein weiterer Handy-TV-Standard, der derzeit vier Sender im Angebot hat und bereits im Normalbetrieb läuft. Wann dieser für DVB-H beginnen kann, ist noch nicht klar – viel hängt dabei auch davon ab, wann Bund und Länder die Frequenzen vergeben..

Außerdem müssen derzeit tragfähige Geschäftsmodelle für Handy-TV entwickelt werden. Unter anderem denken die Betreiber darüber nach, die Mobilfunk-Übertragung über GPRS oder UMTS zu nutzen, um einen Kanal zu schaffen, über den der Zuschauer mit dem Sender in Verbindung treten kann. Damit könnten interaktive Programmformate realisiert oder Zusatzinformationen zu einer Sendung bereitgestellt werden. (nz/ Golem.de)