22. Aug 2006 13:49
Apple weist nach internen Untersuchungen die Vorwürfe zu Zwangsarbeit in einer chinesischen iPod-Fabrik zurück. Bei den Nachforschungen kamen allerdings andere Arbeitsschutzverstöße zum Vorschein.
Das Untersuchungsteam von Apple hat laut Angaben des Unternehmens Arbeitspapiere und Einstellungspraktiken durchgesehen. Dort sei eine Überschreitung der Arbeitszeitobergrenze bestätigt worden. Arbeiter hätten mehr als 60 Stunden und sechs Arbeitstage pro Woche gearbeitet, heißt es. Außerdem sei man auf «zweifelhafte Disziplinarmaßnahmen» aufmerksam geworden, gegen die man nun vorgehen wolle. Die Arbeiter bei Foxcon hätten das 60-Stunden-Limit in 35 Prozent der Fälle überschritten und in 25 Prozent der Fälle mehr als sechs Tage hintereinander gearbeitet.
Apple hat nun nach eigenen Angabven seinen Lieferanten angewiesen, die Arbeitszeitbestimmungen künftig einzuhalten. Das Unternehmen Verite wurde von Apple angeblich zudem beauftragt, die Arbeitsbedingungen in der Fabrik zu beobachten.
Ein Bericht der britischen Zeitung «Mail on Sunday» hatte Apple vorgeworfen, für Zustände verantwortlich zu sein, die an Zwangsarbeit grenzen. So sollen die Arbeiter zum Leben in Schlafsälen gezwungen worden sein und dazu, 15-Stunden-Schichten für Löhne von 50 US-Dollar monatlich zu leisten. (Golem.de)