netzeitung.deNetz-Film zum 11. September erscheint neu

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Viele Fragen offen: World Trade Center am 11. September 2001 (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Viele Fragen offen: World Trade Center am 11. September 2001
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Loose Change», eine Dokumentation zweier Amateure über Verschwörungstheorien zum 11. September 2001, bricht im Internet die Download-Rekorde. Eine endgültige Version soll bald fertig sein.

«Loose Change», die Internet-Dokumentation über offene Fragen im Zusammenhang mit den Ereignissen des 11. September 2001, soll noch in diesem Jahr in einer endgültigen Version erscheinen. Das haben die Filmemacher, Dylan Avery und Korey Rowe, auf ihrer Website angekündigt.

Die beiden 22-Jährigen hatten einen knapp anderthalb Stunden langen Dokumentarfilm montiert, der die These suggeriert, die US-Regierung sei für die Anschläge auf World Trade Center und Pentagon verantwortlich. Dabei stellen sie unter anderem Hypothesen darüber auf, wer vom 11. September profitiert haben könnte und warum der Ground Zero nie zur Spurensuche abgesperrt wurde.

Produziert für 6000 Dollar
Die beiden Internet-Amateure behaupten etwa, der American Airlines Flug 77 hätte gar nicht das Pentagon treffen können, der Einsturz des World Trade Centers sei letztlich durch Explosionen herbei geführt und die Maschine des Flugs Nummer 93 sei nicht in Pennsylvania zerschellt, sondern sicher auf dem Cleveland Hopkins Airport gelandet.

Im Internet hat sich das schnell geschnittene und mit Musik unterlegte Video, das mit einem Etat von gerade einmal 6000 Euro entstand, schnell zu einem Hit entwickelt. Bei Google Video und Youtube gehört es zu den am meisten angesehenen überhaupt, auch die Website der Filmemacher baut sich wegen des Andrangs nur sehr langsam auf.

«Nehmt nichts für bare Münze»
Mit seinen Thesen erscheint der Film zwar streckenweise wie eine Aneinanderreihung der populärsten Verschwörungstheorien zum Thema, doch wirkt er in seiner Verdichtung ausgesprochen eindrucksvoll. Die Macher stellen auf ihrer Homepage klar: «Nehmt nichts, was wir Euch sagen, für bare Münze», und fordern die Zuschauer auf, selbst zu recherchieren und eigene Schlüsse zu ziehen. Man habe sich ausschließlich auf schon vorhandenes Material gestützt und bei der Recherche nichts Außergewöhnliches geleistet.

Inzwischen haben Avery und Rowe eine zweite Fassung des Films online gestellt, unter anderen wohl deshalb, um Copyright-Probleme zu lösen, die zu einer Klage gegen die erste Fassung des Films geführt hatten. Eigentlich, so berichten sie auf ihrer Website, hätten sie nur einen fiktiven Spielfilm drehen wollen, um der US-Regierung eine Verwicklung in den 11. September nachzuweisen. Doch seien sie bei der Recherche auf so viel Material gestoßen, dass schließlich die Dokumentation entstanden sei. (nz)