«Im Internet, besonders in Google suchen» war die Definition, mit der die Duden-Redaktion den Begriff im Jahr 2004 in das Wörterbuch aufgenommen hatte. Bereits kurz danach sollen sich die Anwälte des Unternehmens bei der Redaktion gemeldet haben – mit dem Ergebnis, dass die Definition in der Ende Juli erschienenen 24. Auflage geändert wurde: «Mit Google im Internet suchen» heißt es nun, außerdem ist das Wort Google mit einem Warenzeichen versehen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass sich der allgemeine Sprachgebrauch durch die Umdefinition ändern wird. Bestes Beispiel ist hier die Taschentuch-Marke «Tempo», deren Name ebenfalls als Synonym für Papiertaschentücher gleich welchen Herstellers verwendet wird. «Die Sprache macht am Ende, was sie will», so Wermke dazu.
Was die Google-Korrektur angeht, kommentierte der Redaktionsleiter: «Im Zweifel neige ich eher dazu, solche Einträge aus dem Wörterbuch zu entfernen - denn ein Wörterbuch hat nicht die Aufgabe, Werbung für Marken zu leisten.» Offen ließ er allerdings, warum im Fall «googeln» nicht so verfahren wurde. (nz)