netzeitung.deInternet-Abstimmung soll mehr Wähler bringen

 Herausgeber: netzeitung.de

Mobiltelefon (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mobiltelefon
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Am Wahlsonntag entspannt im Bett bleiben und die Stimme per SMS abgeben: so könnte die Zukunft aussehen. Experten sehen noch andere Vorteile beim Abstimmen per Handy oder im Internet.

Volksabstimmung per Internet oder SMS: Mit dieser modernen Form des Wählens beschäftigt sich seit Mittwoch eine internationale Konferenz im österreichischen Vorarlberg. Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik aus insgesamt 25 Ländern diskutieren dort über die Zukunft des so genannten E-Votings.

Schwerpunkt der internationalen Konferenz sind unter anderem die Nutzung neuer technischer Entwicklungen, Wahlbeobachtung und ein allgemeiner Austausch der rund 100 Experten, die über ihre Erfahrungen berichten.

Pilotprojekte laufen bereits
Weltweit experimentieren immer mehr Länder mit Wahlcomputern, um die Stimmzettel aus Papier langfristig zu ersetzen. In Asien treiben Südkorea, Indien und Japan die elektronische Form der Stimmabgabe voran. Einige Länder wie beispielsweise Holland und Brasilien setzen E-Voting bereits flächendeckend ein.

Estland hatte im vergangenen Jahr Kommunalwahlen auch über das Internet abstimmen lassen. Die Schweizer Gemeinde Bülach verzichtete bei der Abstimmung über ein Tempolimit gar auf den Einsatz vom Computern: die Bürger konnten per SMS abstimmen.

Experten sehen E-Voting nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur traditionellen Urnen-Wahl. Vor allem die Kostenersparnis sei ein Argument für das elektronische Wahlverfahren, ebenso wie die Hoffnung auf eine erhöhte Wahlbeteiligung. (nz)