USA verschärfen Strafen für Porno im Netz : 

netzeitung.deUSA wollen Porno im Netz schärfer bestrafen

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Surfer schaut Internet-Porno (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Surfer schaut Internet-Porno
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Den Betreibern von Porno-Seiten drohen künftig in den USA bis zu 20 Jahren Haft, wenn sie Kinder und Jugendliche auf ihr Angebot locken. Erste Betreiber haben bereits reagiert.

Die USA wollen Kinder besser vor sexuellem Missbrauch und Pornographie im Internet schützen. US-Präsident George W. Bush wird am Donnerstag eine entsprechende Gesetzesänderung unterschreiben, wie US-Medien berichten.

Webseiten-Anbietern, die Minderjährige mit harmlosen Worten wie «Barbie» oder «Kuscheltier» auf ihre pornographischen Seiten locken, drohen dann bis zu 20 Jahren Haft. Betreiber von Seiten wie Kontraband.com, auf denen Sexszenen zwischen Barbie und Ken zu sehen sind, könnten ebenfalls in Schwierigkeiten geraten.

Kontraband-Sprecher Dylan Close hatte auf der IT-Site «News.com» bereits angekündigt, sexuell anrüchige Inhalte zukünftig stärker abzuschirmen. Das Gesetz sieht vor, Webmaster zu bestrafen, die Internet-Nutzer absichtlich in die Irre führen.

Auch der Verkauf von K.O.-Tropfen, so genannter Vergewaltigungs-Drogen, über das Internet kann künftig bis zu 20 Jahre Gefängnis einbringen.

Mord als Auslöser
Neben der Verschärfung der Internet-Richtlinien sollen Gerichte die Daten von Sexualstraftätern im Internet veröffentlichen. Eltern könnten dann anhand der Postleitzahl sogar den Wohnort des Straftäters ermitteln. Bekannte Sexualstraftäter sollen zudem einem Zwangsgentest unterzogen werden.

Das US-Repräsentantenhaus hat das «Adam Walsh Child Protection and Safety Act of 2006» genannte Gesetz bereits gebilligt. Es ist nach dem sechsjährigen Adam Walsh benannt, der 1981 entführt und ermordet wurde. (nz)