netzeitung.deGoogle geht Klick-Betrug an

 Herausgeber: netzeitung.de

Anzeigen-Klick-Betrug beschädigt den Ruf und das Geschäft von Google. Der Suchmaschinenbetreiber will Kunden daher doppelte Klicks auf Werbebanner künftig nicht mehr in Rechnung stellen.

Der US-Suchmaschinenbetreiber Google will dem Anzeigen-Betrug im Internet ein Ende bereiten und will Kunden Doppel-Klicks künftig nicht mehr berechen. Das berichtet die IT-Fachsite «News.com». Das Unternehmen reagiert damit auf Entwicklungen in den USA: Online-Werbetreibende hatten bereits ihre Pay-Klick-Werbung eingeschränkt oder ganz gestoppt.

Hintergrund: Werbekunden, die über Google Online-Werbung schalten, zahlen für die Klicks, die über das Werbebanner generiert werden. Die Suchmaschine blendet die gebuchten Werbebanner ihrer Kunden auch auf Webseiten Dritter ein. Klickt ein Internet-Nutzer auf das Banner, bekommt neben Google auch der Webseiten-Inhaber Geld.

Findige Geschäftemacher nutzen dieses Bezahlsystem bereits seit längerem aus: Sie klicken ein Werbebanner selbst an oder nutzen dafür sogar ein Computerprogramm - im Anschluss kassieren sie die Klick-Gebühren.

Milliardenschaden
In Zukunft wird Google den Werbekunden neben der Gesamtzahl der Banner-Klicks auch mitteilen, ob diese gültig sind - also von unterschiedlichen User ausgeführt wurden. Doppel-Klicks werden den Werbenden dann nicht mehr in Rechnung gestellt. Das Marktforschungsinstitut Outsell hatte zuvor den wirtschaftlichen Schaden durch Klick-Betrug auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt. (nz)