Affäre um Sex-Szenen in GTA beendet
24.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der Streit zwischen der US-Aufsichtsbehörde und den Herstellern des Computerspiels «Grand Theft Auto: San Andreas» ist beendet. Im Spiel versteckte Sex-Szenen und sorgten ein Jahr lang für Aufregung.
Gut ein Jahr nachdem in dem Computerspiel «Grand Theft Auto: San Andreas» ein versteckter Sex-Modus entdeckt wurde, ist die Affäre für die US-Aufsichtbehörde Federal Trade Commission (FTC) nun abgeschlossen.
US-Medienberichten zufolge wurde nach Ablauf einer 30-tägigen Frist für öffentliche Stellungnahmen die Einigung zwischen dem Spiele-Hersteller Take-Two Interactive und dem Tochterunternehmen Rockstar Games mit der FTC bestätigt.
Grundlage der bereits im vergangenen Monat erzielten Einigung, bei der keine Strafen verhängt wurden, ist die Verpflichtung von Take-Two und Rockstar Games, in Zukunft besser aufzupassen - das heißt korrekte Angaben zur Altersfreigabe und zu den Spiele-Inhalten zu machen und die Spiele vom Gremium Entertainment Software Ratings Board (ESRB) überprüfen zu lassen. Ein Verstoß gegen die korrekte Altersbeschränkung kann das Unternehmen bis zu 11.000 Dollar kosten.
Staatsanwalt zu BesuchSo ganz ist der Fall für Take-Two aber noch nicht erledigt: Ende Juni hat der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan umfangreiche Firmenunterlagen angefordert. Unter anderem soll damit geklärt werden, ob die Firmenleitung wusste, was in ihrem Spiel versteckt war.
Zahlreiche US-Politiker hatten vor einem Jahr gegen die unautorisierte «Hot Coffee»-Modifikation für verschiedene Versionen des Computerspiels protestiert, die den Nutzern virtuelle Sex-Szenen mit weiblichen Charakteren erlaubte. Daraufhin räumten mehrere Handelsketten das Spiel aus den Regalen. (nz)