netzeitung.deSprechender Spiegel schlägt im Haushalt Alarm

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Spiegel mit eingebautem LCD-Display (Foto: Themeaddicts<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Spiegel mit eingebautem LCD-Display
Foto: Themeaddicts
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sprechende magische Spiegel gibt es bisher nur im Märchen. Ein aus Spezialeffekt- und Vergnügungspark-Experten zusammengesetztes Unternehmen will das nun ändern.

Spiegel mit integriertem LCD-Bildschirm sind zwar nichts Neues, der Hersteller Themeaddicts fügt dem Ganzen jedoch noch hübsche Bilderrahmen, ein Gesicht und Stimmen von Schauspielern hinzu. Das Resultat nennt sich «Magic Message Mirror» und richtet sich an eine Kundschaft, die auf individuellere und unterhaltsamere Weise durch ihre Hausgeräte und ihre Alarmanlage informiert werden will.

Sobald es etwas zu melden gibt, wird laut Hersteller auf «theatralische Weise» ein computeranimiertes Gesicht eingeblendet, das dem Nutzer benachrichtigt. Die passende Sprachausgabe dazu stammt von Hollywood-Schauspielern, zum Repertoire gehören Sprüche wie «Das Sprudelbad hat nun die gewünschte Temperatur» oder «Alarm, das Tor zum Schwimmbecken ist offen».

Neues Gesicht aus der Datenbank
Die Steuerung übernimmt ein herkömmliches Heimautomations- oder Alarmsystem. Zusätzlich kann ein Überwachungskameravideo eingeblendet werden. Themeaddicts bietet verschiedene, nach Kundenwünschen gestaltbare künstliche Gesichter.

Über eine geplante Online-Datenbank will der Hersteller den gelegentlichen Wechsel der künstlichen Gesichter erlauben. Das kostet indes zusätzliche Gebühren. Der Rahmen des Spiegels ist ebenfalls austauschbar.

Angebot ab Herbst
Ein Manko bleibt aber: Anders als die Spiegel im Märchen spricht aus «Magic Message Mirror» nur eine Aufzeichnung. Zuhören kann das Gerät nicht - auf die Frage danach, wer denn die Schönste im ganzen Lande sei, bleibt der Spiegel stumm.

Wie der Hersteller auf Nachfrage von Golem.de angab, werden die 30-Zoll-Magic-Message-Mirrors inklusive zehn voreingespielten Themen-Nachrichten für voraussichtlich 19.000 Dollar verkauft. Gefertigt wird nur in geringer Stückzahl und nach Auftrag. Die ersten Bestellungen will der Hersteller auf der im September stattfindenden US-Haustechnikmesse Cedia Expo 2006 entgegen nehmen. Den Einbau werden Partnerfirmen übernehmen.