netzeitung.deNeue Software soll Luftpiraten stoppen

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Flugzeuge von British Airways (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Flugzeuge von British Airways
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mehrere europäische Firmen arbeiten an einer Software, die Flugzeug-Entführungen verhindern soll. Das System soll nach einem automatischen Alarm die Kontrolle an Bord übernehmen können.

Ein neues Notfallsystem soll künftig Entführungen von Passagiermaschinen verhindern. Wie das Magazin «Spiegel» berichtet, entwickeln derzeit rund 30 europäische Unternehmen eine Software, die führerlose Flugzeuge vom Boden aus steuern und unerwünschte Richtungsänderungen unmöglich machen soll.

Beteiligt an dem Entwicklungsprogramm namens «Safee» seien unter anderem Airbus, Siemens und die Technische Universität München, hieß es. Erste Resultate würden im Oktober im britischen Windsor vorgestellt.

Förderung durch die EU
Das System kostet den Angaben zufolge 36 Millionen Euro und wird von Brüssel mit 19,5 Millionen Euro gefördert. Es soll selbsttätig die Kontrolle an Bord übernehmen, wenn eine audiovisuelle Überwachung automatisch Alarm gibt - sei es wegen einer Entführung oder wegen eines plötzlichen Ausfalls der Piloten.

Auch Computer-Hacker an Bord hätten keine Chance, schreibt das Magazin: Die Maschinen sollen bei Gefahr ausschließlich extern lenkbar sein und den nächsten geeigneten Landeplatz anfliegen. Die neue Technik würde auch die Debatte um den Abschuss gekidnappter Flugzeuge erübrigen. (nz)