Xeni Jardin, ein weiterer Blogger, nimmt die Massage als Anlass für einen Exkurs zum Thema «Sitten und Gebräuche in Deutschland»: «Auch wenn es in Deutschland weniger Privatsphäre als in den USA gibt, so haben die Deutschen doch soziale Tabus, was Berührungen angeht, speziell an einem so öffentlichen Ort wie dem G8-Treffen. Deutsche mögen davon besessen sein, Hände zu schütteln, aber es ist ein sehr kurzes Schütteln. (…) (Bushs) Art der Berührung ist nur etwas für - sehr - enge Freunde im privaten Rahmen.»In dem Blog «firedoglake.com» schließlich wird Bushs Attacke zu einer Wahlplakat-Parodie für die Demokraten, im Eintrag dazu heißt es: «'Geliebter Führer' hat auf dem diesjährigen G8-Treffen gezeigt, wie er wirklich ist. Er ist wie unser betrunkener Onkel auf dem Familien-Barbecue; er beleidigt die Nachbarn, unterbricht Gespräche, stolpert über die Tiere, bis er schließlich laut und gewalttätig anfängt, in die Yuccapalme zu kotzen und seine Frau eine dumme Kuh nennt, weil sie zugelassen hat, dass er sich so betrinkt.» Die Reaktion der Kanzlerin beschreibt der Blogger als «durch die Zähne hindurch lächeln» oder auch «lächeln, um nicht schreien zu müssen.» (nz)