17.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Wikipedia-Logo
Foto: wikipedia.org
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nachdem Wikipedia doch nicht komplett gedruckt wird, versucht sich ein neues Projekt an einer Umsetzung auf Papier. Dabei soll der Leser bestimmen, welche Artikel in seinem Buch erscheinen.
Das Projekt WP 1.0 des Berliner Zenodot Verlags, der eine gedruckte Version der Wikipedia in 100 Bänden zu veröffentlichen wollte, wurde im März auf Eis gelegt. Der Online-Dienst PediaPress schickt sich nun an, die Wikipedia zu drucken, allerdings nicht komplett, sondern je nach Wunsch als Book-on-Demand. Im Moment funktioniert der Service jedoch nur mit Beiträgen aus der englischsprachigen Wikipedia.
Entwickelt wurde Pediapress von der Mainzer Firma Brainbot. Nutzer können sich die gewünschten Inhalte auf der Website des Unternehmens zusammenstellen, Pediapress erzeugt daraus eine Druckvorlage und der Book-on-Demand-Dienstleister Instabook bringt die Artikel zu Papier. Artikel-Sammlungen, die 400 Seiten übersteigen, werden auf mehrere Bände aufgeteilt.
Automatisches LayoutDie Druckvorlagen werden automatisch erzeugt, anders als bei den Wikireadern, die inhaltlich überarbeitete Inhalte in einem manuell optimierten Layout enthalten, kann es bei Pediapress daher zu falschen Formatierungen kommen. Es empfiehlt sich, die Druckvorlage vor dem Druck selbst zu prüfen. Sie lässt sich dazu als Vorschau im PDF-Format herunterladen.
Die Preise für diese individuellen Druckausgaben der Wikipedia richten sich - wie bei Books-on-Demand üblich - nach der Zahl der Seiten, und beginnen bei etwa fünf Euro. Unzufriedene Käufer sollen das Buch innerhalb von 30 Tagen zurückgeben können.
Jedes erstellte Buch kann zudem über Pediapress anderen Interessenten angeboten werden. Wird solch ein Buch verkauft, erhält der Ersteller des Buches oder alternativ die Wikimedia Foundation einen Teil der Erlöse. (nz/Golem.de)