14.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Schon viele Verbraucher in Deutschland sind schon Opfer von Phishing-Betrügern geworden. Experten warnen nun vor einer neuen Betrugsvariante, die Internetnutzern persönliche Daten entlocken soll.
Rund 400.000 Bundesbürger sind nach Meinung von Experten bereits Opfer so genannter Phishing-Mails geworden, mit denen Trickbetrüger persönliche Daten von Internetnutzern sammeln. Solche Betrügereien seien weit verbreitet und verzeichneten nach wie vor hohe Zuwachsraten, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet, Georg Borges, am Donnerstag.
Bei den Phishing-Opfern handele es sich um Nutzer, die nach Aufforderung per E-Mail persönliche Daten wie Bank-Geheimnummern, Passwörter von Internet-Auktionsplattformen oder auch Geburtsdaten und Adressen preisgegeben hätten. Die Höhe des entstandenen Schadens lasse sich nicht abschätzen, sagte Borges, der als Jurist an der Ruhr-Universität Bochum lehrt.
Gefährliches PharmingEin neuer gefährlicher Trend sei zudem das so genannte Pharming. Dabei werde ohne das Wissen der Nutzer ein Virus auf die Festplatte des Computers geladen, sagte Borges. Bei der Eingabe von Internet-Adressen landeten die Opfer dann auf gefälschten Webseiten, auf denen sensible Dateneingaben abgefangen würden.
Das Münchner Software-Unternehmen Symantec registrierte nach eigenen Angaben allein im zweiten Halbjahr 2005 weltweit rund 2,5 Milliarden Phishing-Versuche. Zugleich schätzt das Unternehmen, dass inzwischen die Hälfte des gesamten E-Mail-Verkehrs aus unerwünschten Spam-Nachrichten bestehe. (nz)