10.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Telefonieren über das Internet
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt Nutzer von Internet- Telefonie vor Betrügern. Wieder sind Kreditkarten-Daten im Visier.
Vor einer neuen Betrugsmasche müssen sich Nutzer der Internet-Telefonie in Acht nehmen. Beim «Vishing» haben es auf der anderen Seite der Leitung Kriminelle auf Kreditkarten- und andere sensible Daten abgesehen, warnte der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Matthias Gärtner, am Montag in Bonn.
Die Betrüger rufen dabei automatisiert Verbraucher an, die über eine Bandansage - angeblich von ihrer Bank - zum Beispiel zu hören bekommen, ihre Kredit- oder EC-Karte sei missbraucht worden. Darauf folgt die Aufforderung zur Preisgabe der entsprechenden Daten, damit das Problem gelöst werden könne - etwa per Tasteneingabe.
«Unaufmerksame reagieren darauf so, dass sie die gewünschten Daten tatsächlich herausgeben», fürchtet Gärtner. Doch das dürfe auf keinen Fall passieren. Wie alle Netzsurfer müssen auch Nutzer der Internet-Telefonie - kurz VoIP - wissen, dass Banken nie per Mail oder Anruf nach solchen sensiblen Daten fragen. Daher sei in jeden Fall Misstrauen angebracht.
Neuer Betrug - neue WortschöpfungDer Begriff «Vishing» setzt sich aus VoIP und dem Wort «Phishing» für den Datenklau mit Hilfe von E-Mails und gefälschten Webseiten zusammen. Die Masche steht laut Gärtner in Deutschland noch am Anfang. «Es ist aber zu befürchten, dass dieses Phänomen für Datenräuber umso attraktiver wird, je mehr VoIP bei Privatnutzern Einzug hält.» (nz)