netzeitung.deSicher schießen mit verschlüsselter Munition

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'Weißt Du den Code noch?': John Travolta (l.) und Samuel L. Jackson in 'Pulp Fiction' (Foto: Promo<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'Weißt Du den Code noch?': John Travolta (l.) und Samuel L. Jackson in 'Pulp Fiction'
Foto: Promo
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein deutscher Erfinder will Schusswaffen sicherer machen. Er hat ein Patent auf ein Projektil mit eingebauter Passwort-Erkennung angemeldet.

Kugeln aus Feuerwaffen richten Schäden an. Das ist in gewisser Weise ihr Bestimmungszweck – und die Wahrscheinlichkeit solcher Vorfälle erhöht sich, wenn die Waffe von jemandem abgefeuert wird, der nicht ihr Eigentümer ist.

Dem deutschen Erfinder Herbert Meyerle hat das keine Ruhe gelassen: Der Mann hat ein Patent angemeldet, auf ein Verfahren, mit dem sich Gewehr- und Pistolenkugeln mit einem Passwortschutz versehen lassen.

Und das funktioniert so: Statt durch die Explosion von Schwarzpulver wird die Kugel bei dem Meyerle'schen Verfahren durch eine hochfrequente elektromagnetische Welle aus dem Lauf gedrückt. Die Kugel wiederum ist mit einer Vorrichtung versehen, die sich schon beim Waffenhändler mit einem Passwort versehen lässt.

Wie ein Bildschirmschoner
Ausgelöst wird die Welle, die die Kugel abfeuert, nur dann, wenn der Benutzer der Waffe vorher dieses Passwort in seine Waffe eingegeben hat – Meyerle stellt sich dazu laut «New Scientist» eine kleine Tastatur vor, die an der Waffe angebracht wird.

Gestohlene Munition wäre dadurch schlagartig unbrauchbar, durch den Passwortschutz wäre auch eine gestohlene oder gefundene Waffe nur dann nutzbar, wenn zumindest die Kugel im Lauf dem Schützen gehört und entsprechend kodiert wurde. Denkbar wäre es auch, den Passwortschutz automatisch zu aktivieren, wenn seit dem letzten Schuss eine bestimmte Zeit verstrichen ist – so wie bei einem Passwort-geschützten Bildschirmschoner am Computer. (nz)